Kunst am Haus – 2010 Christian Heuchel

„Naiv verkörpert das Monument den Glauben an etwas Mächtiges und längst Vergangenes. Abgeschliffen durch diktatorische Prozesse hat man sich „geeinigt“. Das Monument wird zum Allgemeinwohl erklärt. Die Kanten und Ecken wurden sorgfältig entfernt. Monumente sind am Ende Monstren im Stadtraum. Als Relikte und Wegweiser demonstrieren sie den Schlusspunkt ihrer Epoche. Ihr Versuch die Weltherrschaft zu manifestieren wirkt nicht böse eher hilflos, sogar sympathisch. Ihr Sturz ist Teil ihrer inneren Logik. Sie werden gebaut um zerstört zu werden.


Das Porträt ist hierbei eine beliebte künstlerische Ausdrucksform. Das große Scheitern am Motiv scheint ein wesentlicher Antrieb für die Autorenschaft zu sein. Es entstehen meisterliche Interpretationen einer Realität, die so nicht ist. Der Porträtierte erscheint uns als Karikatur. Etwas entrückt schauen die Büsten uns fragend an. Ihre Eitelkeit hat sie so positioniert.“

CHRISTIAN VAN HEUCHEL

Christian Heuchel hat an der Elite-Universität Karlsruhe und an der Kunstakademie Düsseldorf Architektur und Baukunst studiert. Seine Professoren waren Jo Coenen, Dieter Kienast, Ernst Kasper, Elia Zenghelis, Josef Kleihues und Laurids Ortner. Er lebt und arbeitet in Köln.Christian Heuchel ist Dozent für Kunst und Architektur an der Kunstakademie Düssledorf, Gründer der Architektengemeinschaft rheinflügel Inhaber des Künstlerbüros bHK.

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